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Smarte Skibindungen – Zeit für eine Revolution

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Jede dritte Verletzung beim Skifahren betrifft das Knie. Das hat für die Betroffenen oft gravierende Folgen und verursacht jährlich Kosten in Millionenhöhe. Doch es gibt noch immer keine Skibindungen, die Knieverletzungen wirksam verhindern. Höchste Zeit, diese grosse Sicherheitslücke mit Innovationen zu schliessen – und eine technische Revolution anzustossen. Die BFU zeigt, wo der Weg hinführen muss.

01

Unfallgeschehen

Unfälle, Verletzungen und Kosten

5 300

in der Schweiz wohnhafte Personen verletzen sich jedes Jahr beim Skifahren.

18 000

Skifahrerinnen und Skifahrer erleiden jährlich Knieverletzungen.

>% 90

der Unfälle sind Selbstunfälle ohne Fremdeinwirkung.

11 570

Personen fallen aufgrund einer Skiverletzung mehr als einen Monat bei der Arbeit aus.

Mio CHF 300

betragen die jährlichen volkswirtschaftlichen Kosten durch Knieverletzungen (Arbeitsausfälle, Heilungskosten usw.).

02

Skibindung heute

Heutige Skibindungen schützen zu wenig

Seit den 1990er-Jahren hat sich an Skibindungen kaum etwas geändert. Mit wenigen Ausnahmen wurden keine wichtigen Weiterentwicklungen vorgestellt. Die aktuellen Modelle sind nicht für den Schutz unserer Kniegelenke ausgelegt.

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Was leistet eine Skibindung? Erfahren Sie mehr.

03

Die Skibindung von morgen

Smarte Skibindung, sichere Fahrt

Künftige Skibindungen sollen Kräfte messen, Bewegungen analysieren und Stürze erkennen. Noch ist das Zukunftsmusik – doch solche Systeme könnten das Knie erstmals wirksam schützen und das Skifahren sehr viel sicherer machen.

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Alles wird smarter. Nur die Skibindung bleibt zurück.

In zahlreichen Bereichen wurden durch technologische Innovationen bedeutende Sicherheitsgewinne erzielt, etwa durch ABS bei Motorrädern und E-Bikes, Assistenzsysteme in Autos oder Rotationsschutz in Velohelmen. Bei Skibindungen hingegen sind substanzielle sicherheitsrelevante Weiterentwicklungen ausgeblieben.

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1990
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2026
04

Herausforderungen

Wovon sich die Industrie bremsen lässt

Hersteller investieren kaum in neue Skibindungstechnologien. Klar: Die Biomechanik ist komplex, die Entwicklungskosten sind hoch, und vielen Schneesportlerinnen und Schneesportlern ist das Verletzungsrisiko zu wenig bewusst, um bessere Lösungen zu verlangen. Das alles darf aber kein Grund sein, um beim Status quo zu bleiben. Das Ziel ist eine Bindung, die das Knie wirklich schützt.

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Das sind die sechs grössten Herausforderungen für Hersteller

05

Verletzungen beim Skifahren

Jede dritte Verletzung betrifft das Knie

Es ist ein Kreuz mit den Knieverletzungen. Rund 18 000 Skifahrerinnen und Skifahrer trifft es jedes Jahr. Mit mehr als 30 % Anteil sind Knieverletzungen die mit Abstand häufigste Unfallfolge auf der Piste. Es ist dringend nötig, dass die Industrie mit Innovationen für mehr Sicherheit sorgt.

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Welche Verletzungen passieren auf der Piste?

06

Ein Blick zurück

Skibindungen im Wandel

Von Weidenruten zur Präzisionsmechanik: Frühe Skibindungen fixierten den Schuh nur lose am Ski. Mit der ersten «Sicherheitsbindung» 1952 von Marker begann die Ära moderner, auslösender Systeme – heute mit leichten Materialien gebaut, komfortabel und normiert.

Ende 17. Jahrhundert

Weidenbindung

Frühe Befestigung aus Weitenruten, sehr einfach

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Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Über die Bedeutung der gezeigten Entwicklungsschritte herrscht in Fachkreisen keine Einigkeit.

07

Jetzt braucht es Fortschritt

Skibindungstechnologie: Die BFU fördert und fordert Innovation

Skifahren soll sicherer werden. Deshalb stösst die BFU die Entwicklung einer neuen, smarten Skibindung an, die schwere Knieverletzungen wirksam reduzieren wird. Damit das gelingt, vernetzt sie die relevanten Akteure aus Politik, Gesundheitswesen, Industrie und Sport.

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Die BFU fordert eine neue Generation von smarten Skibindungen, die den heutigen Anforderungen des Skisports gerecht wird und schweren Knieverletzungen wirksam vorbeugt. Sicherheit entsteht nicht von allein. Sie braucht Initiative und den Willen zur Veränderung, sowohl in der Politik als auch in der Industrie.

 Fakten für eine konstruktive Debatte

Die BFU sammelt Daten, analysiert Unfallzahlen und zeigt die gesundheitlichen sowie volkswirtschaftlichen Folgen von schweren Knieverletzungen auf. Sie bringt biomechanische Erkenntnisse in die Diskussion ein und prüft kritisch, ob aktuelle Normen und Auslösemechanismen noch zeitgemäss sind. Doch Aufklärung allein reicht nicht. Die BFU will, dass die Skibindung zu einem öffentlichen Thema wird. Sie fordert eine verbindliche Debatte über den Innovationsbedarf und regt regulatorische Anpassungen an.

 Koordinieren – weil Kooperation schneller ans Ziel führt

Als Präventionsorganisation entwickelt die BFU keine Skibindungen – das bleibt Aufgabe der Industrie. Doch sie vernetzt Hersteller, Forscherinnen und Forscher, Medizinerinnen und Mediziner, Sportverbände und Versicherer, um Innovation gezielt voranzutreiben. Sie schafft den Rahmen für einen strukturierten Dialog und erwartet konkrete Fortschritte.

 

08

Die BFU-Skivignette

BFU-Skivignette: das Gütesiegel für korrekte Bindungseinstellung

Technologische Innovation braucht Zeit, doch Sicherheit duldet keinen Aufschub. Mit der BFU-Skivignette sorgt die BFU dafür, dass Skibindungen heute korrekt eingestellt sind – während sie gleichzeitig die Entwicklung smarter Skibindungen fordert und fördert.

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